Woche vom 19.01.26 bis 23.01.26
Montag
Heute
singen 16 Kinder mit uns das Begrüßungslied. Das Wetterkind
berichtet von blauem Himmel mit kleinen Wolken und dass es zwar kalt
aber windstill ist. Wir sprechen über das Winterwetter mit
gefrorenen Pfützen und Weihern und spielen zum Aufwärmen unser Tee-
Koch- Spiel. Wir fragen uns, wie es unseren Waldvögeln wohl geht?
Die Kinder lauschen mit geschlossenen Augen dem Plüsch- Kleiber mit
authentischer Stimme und schauen sich das Federkleid genau an, um ihn
am Futterhaus wieder zu erkennen. Dann füllen wir die Futterstellen
auf.
Im Gasthaus wird weiter Essen serviert und ein paar Häuser
weiter wohnt eine Gesangslehrerin, die ihren Schülern
Gesangsunterricht gibt. Die Kinder beobachten die Vögel am Futerhaus
und ein Kinder erkennt sogar in der Nähe den Ruf eines Kleibers.
Wir
möchten zum Bauwagen gehen, doch halt, alles ist dick vereist! So
gehen wir durch den Spielgruppenwald. An der nun roten Sandstraße
finden die Kinder kleine türkise Fliesen. Wir machen einen Abstecher
an den zugefrorenen Weiher und schon sind wir am Bauwagen an der
Buddelgrube. Alle Kinder versammeln sich an der „Eistrommel“, die
aus zwei Eisschichten mit einer dicken Luftschicht dazwischen
besteht. Jeder darf mal vorsichtig darauf trommeln, es hört sich
echt wie eine richtige Trommel an!!
Jetzt
aber rein in den kuschelig warmen Bauwagen und Brotzeit gemacht. Dort
schauen wir uns den kleinen Film an, wie die Kinder am Freitag die
„Musikalische Schlittenfahrt“ von Mozart mit Klangstäben und
Schellen und Glöckchen begleitet haben.
Wir leiten das neue Thema
„Expedition in die Arktis“ mit einem Rätsel ein, und sprechen
dann über die Schlittenhunde, die Huskys, und warum sie so besonders
sind mit ihrem dicken Fell und ihren „gepolsterten Sohlen“.
Die Kinder erkennen, dass sie großen Teamgeist und riesige Kräfte
haben, um die Transportschlitten zu ziehen, und den Inuit seit
hunderten von Jahren treuer Begleiter und Beschützer und Jagdhelfer
sind.
Einige Kinder spielen eine Weile draußen am Unterstand oder
knacken und verkaufen die Eisscheiben, während später die Großen
eine Sprach- Vorschule im Bauwagen machen. Viel zu schnell verfliegt
die Zeit, wir singen das Abschlusslied und schlittern auf dem nun
etwas aufgetauten Weg zum Ankunftsplatz zurück. Zwei Kinder bauen an
ihrem Laser weiter, der vom Weltall aus die Erde fotografiert. In
einem Krankenhaus bekommt eine Mama gleich Fünflinge, die versorgt
werden wollen. Und schon kommen die Eltern wieder zum Abholen.
Dienstag
Brrrr,
wieder ganz schön kalt heute. Dennoch ist es bei uns ja nur im
Winter so und wir überlegen, ob es einen Ort gibt, an dem es das
ganze Jahr über kalt ist. Ja, tatsächlich, in der Arktis und am
Nordpol. Am Globus schauen wir nach, wo das ist. Wenn es da immer
kalt ist, was brauchen die Menschen dort? Wir sammeln gemeinsam
warme Anziehsachen und stmpfen die Wörter, damit unsere Füße nicht
kalt werden. Sogar ein paar Inuit Wörter kennen wir schon, ohne es
zu wissen. Wie z.B. Parka und Anorak. Wie heißen unsere Schuhe
Kamik, heißt übersetzt Schuh. Ach ja, die Menschen sind Inuit, was
übersetzt Menschen heißt .
Nach
soviel neu gelerntem gehen die Vorschulkinder zum Bauwagen und machen
dort Vorschule.
Die
Mittelkinder erfahren gleich noch ein weiteres Wort in der Sprache
der Inuit. Nämlich Nanuq ( Eisbär)
In
unserem Fimgerspiel nennen wir den Eisbären aber dann einfach
Marco.
Im
Anschluss spielen wir “ Eisbär, Eisbär, was frisst du am
liebsten?!“ Bei dem sich die Kinder je Silbe dem Eisbären
nähern. Ruft der Eisbär aber: „Fisch!“ Müssen die
“ Fische“ schnell wegschwimmen. Das gefangene Kind ist dann
der nächste Eisbär.
Zum
Abschluss machen wir noch ein kleines Experiment mit Eis. Wir
versuchen mit Wolle (Anglerschnur) und etwas Salz(Köder)
„Fische“ zu angeln- mit vollem Erfolg! It’s
Magic 😉
Die
Jüngsten unter uns dürfen kleine Bilder von Tieren in der Arktis
anschauen und überlegen, wie sie heißen, z.B. Eisbär, Polarfuchs.
Nach einem Eisbärentanz bekommen sie Hunger und fangen sich Fische.
Im Bewegungsspiel dürfen die Kinder pro Fisch eine Bewegungsart
erfinden, z.B. hüpfen, sich drehen…
Die
Kinder beschließen, ein kleines Lagerfeuer zu legen, damit sie die
Fische grillen können.
In
der Freispielzeit wird wieder in Weltall gereist.
Von
dort aus hat man nämlich einen tollen Blick auf die Erde.
Das
Suppengeschäft ist auch wieder offen, was für ein Glück! Zumindest
für die, die nicht gerade nebenan so fleißig in der Schule
lernen.
Unsere
Vorschulkinder sind wieder zurück und wir schauen uns bei der
gemeinsamen Brotzeit ein paar Bilder von Inuit an. So, wie sie früher
gekleidet waren in Fellsachen und so, wie sie sich heute kleiden.
Einfach schön warm eingepackt wie wir.
Danach
muss an der Geländewagenteststation wieder weiter gearbeitet werden,
denn so schnell kommt hier kein Geländewagen raus. Erst nach vielen
harten Prüfungen.
Und
was ist wohl gerade am Ritterhaus los?
Und
wer hat an der Uhr gedreht? Nur noch unser Abschlusslied, denn es ist
schon spät.
Mittwoch
Nach unserem Begrüßungslied und der Zählerunde schauen wir gleich noch welche Wörter wir schon in Inuktitut, der Sprache der Inuit, schon können. Klar, Anorak, Parka und Kamik und dann lernen wir gleich noch ein neues Wort „Siku“, das bedeutet Eis. Um warm zu werden spielen wir „König und Königin“ Siku. Ein Mädchen und ein Junge bekommen ein weißes Tuch umgebunden und sind König und Königin Siku. Wer von ihnen berührt wird erstarrt sofort zu Eis und kann nur durche eine warme Umarmung wieder aufgetaut werden. Wir müssen gleich mehrere Runden spielen, so viel Spass macht es den Kindern und kalt ist danach ganz sicher niemanden mehr.
Dann geht’s ab ins Spieleland einige sammeln „Abfälle“ im Wald, die sie zu ihrer „Mülldeponie“ bringen. In einem der Häuser laufen intensive Geburtstagsvorbereitungen für einen dritten Geburtstag und der Geburtstagskuchen schaut schon recht lecker aus. In einem Haus in der Sonne wohnt ein Junge mit seiner Katze, der Kaminkehrer ist bei ihnen zu Besuch und darf sogar im Gästezimmer übernachten. Einige Kinder sind mit Schneemobilen unterwegs.
Zur Brotzeit suchen wir uns ein Plätzchen in der Sonne und genießen den Sonnenschein sehr. Da kommen auch schon die Spielgruppenkinder aus ihrem schattigen Waldstück um sich auch bei uns in der Sonne ein wenig aufzuwärmen. So spielen manche Kindergarten und Spielgruppenkinder zusammen und andere Kinder kehren an ihre Spielorte von zuvor zurück, wie z. B. Zur Mülldeponie, in der es noch viel Arbeit gibt und auch der Geburtstag wird endlich gefeiert 😉
Zum Abschlusskreis gehen wir ins Zelt. Die Kinder wissen ja schon, dass es in der Sprache der Inuit ganz viele Wörter für Schnee gibt, da es in dieser Gegend ja auch so viel verschiedene Schneearten gibt. In einer Geschichte von einer kleinen schlafenden Wolke in der viele Schneeflocken sitzen, lernen wir einige dieser Wörter kennen. Die Geschichte ist mit viele Geräuschen von brüllenden Bären, singenden Walen, Kindern… die alle die Wolke um „Apun“ den Schnee bitten.
Donnerstag
Heute ist es bei uns so kalt wie in der Arktis, wie beim Eisbären, wie bei den Inuit, wie bei der Schneeeule…. Wir suchen nach vielen „arktischen“ Vergleichen, die wir alle stampfen. Wir frischen unseren Inuktitut-Wortschatz auf, der mittlerweile, der gestern ja um „Siku“ und „Apun“ erweitert wurde 😉 und damit uns dann auch wieder richtig warm wird spielen wir noch „König und Königin Siku“, bevor alle Kinder zum spielen sausen.
Ein Band probt für ihren großen Auftritt, während neben an eine Rakete in das Weltall startet. Ob diese wohl die „lieben“ Aliens mitgebracht haben, die in unserem Wald unterwegs sind? Auch in der Mülldeponie gibt es wieder viel zu tun. Einige Kinder haben ein wunderschönes Lager gebaut.
Wir werden auch heute wieder mit herrlichem Sonnenschein verwöhnt, so dass wir wieder in der Sonne Brotzeit machen können.
Während der Brotzeit erzählen wir, wie die Inuit früher gewohnt haben, im Sommer in Zelten (Tupiq) aus Fellen und im Winter in Erdhäusern und Schneehäusern, die wir als „Iglu“ kennen, doch Iglu bedeutet eigentlich nur Haus und nicht explizit Schneehaus 😉 Interessiert betrachten die Kinder die Bilder. Ja, und heute leben sie meistens in Holzhäusern und innen drinnen schaut es eigentlich ähnlich aus wie bei uns. Wir suchen auf dem Bild nach „Gemeinsamkeiten“, wie z.B. Tisch, Stühle, Uhren an der Wand, Bilder, Geschirr uvm.
Da kommt auch schon Uta und geht mit dem ersten Trupp Kinder nach hinter zum Bauwagen, während wir vorne wieder spielen gehen und die ersten Kinder im Zelt anfangen dürfen ihr Schneehaus zu basteln.
Ruckzuck vergeht die Zeit und schon ist es Zeit für unseren Abschlusskreis in der Sonne.
Freitag
Heute ist es nicht nur richtig kalt bei uns im Wald, sondern es weht uns auch noch ein eisiger Wind um die Nase. So beschließen wir uns ein windgeschützteres Plätzchen zu suchen und machen uns auf zu einer „arktischen Wanderung“, die uns sogar über einen gefrorenen Weiher führt. Ok, gut, nicht ganz über den Weiher, aber immerhin auf dem gefrorenen Eis entlang am Rand des Weihers 😉
Unser Ziel ist der Grubenplatz. Die Kinder sind begeistert „Das ist ja wie ein Kletterpark!“ Schnell verschwinden alle ins Spiel als Bergretter, oder machen sich in einer Mulde ein Blätterbett, Manche sind unermüdlich „mutig in den Abgrund zu springen“ wieder und wieder. Ein Kind freut sich sehr den Sitzplatz wieder zu finden, den er beim letzten Mal gebaut hat. Die Kinder spielen so schön, dass wir gar nicht stören wollen, doch irgendwann müssen wir dann doch klatschen und uns auf den Rückweg machen, denn am Grubenplatz weht zwar kein eisiger Wind, aber zum Brotzeit machen ist es uns doch zu kalt. Endlich, schon ein bisschen ko, im Zelt angekommen singen wir unser Feuerlied und und heizen uns ein.
Nach der späten Brotzeit werden im Zelt noch weitere Schneehäuser geklebt und draußen bleibt noch mal etwas Zeit zum spielen, bevor wir uns im Abschlusskreis nochmal das Rufen von Nanuq, dem Eisbären anhören und dann „Ich bin Nanuq der Eisbär und mein Fell das ist ganz weiß…) spielen.
Große Vorschule
Wir betrachten in der Vorschule nochmal die Bilder der Inuit und wir vergleichen unsere Kleidung, dabei kommen den Kindern ganz viele Fragen zur Arktis und ihren menschlichen und tierischen Bewohnern, die ich alle aufschreibe und wir hoffen viele der Fragen im Laufe der nächsten Woche beantworten zu können.
Anschließend gibt es noch ein Zählbild mit Winterkleidung.
Mathe
Heute habe ich Fotos von Eisbären, Polarfuchs und Schneeeule dabei und die Kinder fragen sich, was diese wohl am liebsten essen. Für das Würfelspiel bauen wir auf drei Rundlingen „Futterstationen“ auf: Die Schneeeule soll Mäuse, der Eisbär Fische und der Polarfuchs Eier bekommen. Es gibt jeweils 6 Fische, 6 Mäuse und 6 Eier.Die Kinder dürfen reihum ein Tier aussuchen, würfeln und z.B.mit Mäusen füttern. Sie sollen auch genau schauen, wo ihre gewürfelte Zahl passt,wenn z.B. der Eisbär schon 4 Fische gefressen hat. In der letzten Runde dürfen die Kinder zweimal nacheinander würfeln und das Futter zusammen zählen.
Sprache
Bildkartenpaare suchen. Welche 2 Bilder können ein neues Wort ergeben? Zum Beispiel Schnee und Mann = Schneemann. Ruck Zuck mal wieder alle Bilder zu neuen Wörtern sortiert. Bravo!
